…be sure to wear some flowers in your hair.

So beginnt Scott McKenzies 1967 erschienener Song, der seine Liebe zu der „City by the Bay“ bezeugt. Wie viele andere Menschen verliebte er sich in die Stadt, die durch den Gold Rush ab 1848 einen Aufschwung erfuhr. Seitdem beherbergt San Francisco eine reiche Geschichte, die die Stadt trotz Erinnerung an das Erdbeben von 1906 zu einem Sinnbild des ewigen Summer of Love und der Freiheit machte. Im August hatte ich die Chance, diesen Summer of Love für ein Wochenende zu spüren und mich von der Stadt begeistern zu lassen. Und drei Monate später kommt nun meine Liebeserklärung an San Francisco.


Hallo San Francisco!

Als meine Reisegruppe, organisiert von Expedition America, gegen Abend im schönen Serrano Hotel in der Nähe des Union Squares ankam, wurden wir direkt von dem für die Stadt typischen Nebel begrüßt. Morgens sowie abends kommt er in die Stadt und sorgt für kühlere Temperaturen, weswegen er auch oft als San Franciscos natürliche Klimaanlage bezeichnet wird. Die feuchte und kühle Luft konnte uns aber nicht davon abhalten, den Union Square zu erkunden und einen ersten Blick auf die berühmten Cable Cars zu erhaschen.

IMG_10300 (23)ooIMG_10300 (17)oo

Nebel und Wolken

Nachdem wir diesen ersten kurzen Eindruck der Stadt bekommen hatten, machten wir am nächsten Morgen auf den Weg zum prunkvollen Rathaus der Stadt, das ebenfalls noch in Nebel gehüllt war. Auch unser anschließendes Ziel Twin Peaks war noch so nebelverhangen, dass wir die sonst so faszinierende 360°-Sicht auf die Stadt nicht erleben konnten, aber ich trotzdem das ein oder andere beeindruckende Foto des Nebelphänomens machen konnte.

IMG_10302 (2)oo

IMG_10301 (6)oohhh

Als Entschädigung für den Ausblick, den wir leider verpassten, bekamen wir die Gelegenheit, die Stadt vom Turm des de Yong Museums im Golden Gate Park zu bestaunen. Uns wurde nicht zu viel versprochen, denn die Aussichtsplattform bietet nicht nur einen Rundum-Blick, sondern auch viele interessante Infos über die Stadt. Außerdem freuten wir uns auch darüber, dass der morgendliche Nebel die Stadt langsam verließ und zurück aufs Meer verschwand.

IMG_10305 (12)ookkk

Peace & Love!

Unser nächster Halt war Height & Ashbury, ein Stadtviertel, das noch heute die Atmosphäre vergangener Hippiebewegungen verstömt und in dem der Gedanke von Freiheit noch immer pulsiert. Die Straßen sind gesäumt von alternativen Geschäften und kleinen Boutiquen aller Art; von schriller Mode über bizarre Antiquitäten bis zu spirituellen Schätzen aus fernen Lädern ist alles vertreten. Aber der Stadtteil hat mich vor allem wegen seiner kunterbunten Häuser fasziniert. Die im für San Francisco typisch viktorianischen Baustil errichteten Häuser sind liebevoll verziert, sodass keines dem anderen gleicht. Wie ein Topping nimmt man die vielfältige Street Art des Viertels wahr. Sie lässt sich an jeder Ecke entdecken.

catsnncatslllcatsddd

 

Golden Gate Bridge & Fisherman’s Wharf

Aus dem lebenslustigen Height & Ashbury, das uns ein bisschen in vergangene Tage entführt hatte, ging es dann endlich zu der Sehenswürdigkeit, die in San Francisco wohl unübertroffen ist: Die Golden Gate Bridge, die seit ihrer Eröffnung 1937 als Wahrzeichen für die Bay Area steht. Wir fuhren über die Brücke, um zu einem der bekannten Aussichtspunkte zu gelangen und merkten, wie imposant sie wirklich ist. Am Aussichtspunkt erwarteten uns dann aber schon Busse, Autos und eine ganze Menge Touristen, die ale versuchten, das perfekte Foto zu bekommen. Es war also nicht ganz enfach, einen Mauerabschnitt zu finden, vor dem gerade niemand mit dem ikonischen Wahrzeichen im Rücken posierte. Mit etwas Geduld was dies dann aber schließlich doch möglich. Genau wie die anderen Touristen wurden wir von dem Wunsch nach dem einen Foto gepackt, sodass ich mich dazu zwingen musste, die Kamera auszuschalten und die Kulisse zu genießen. Und ich zwang mich keine Minute zu früh. Da es bereits später Nachmittag war, konnten wir sogar beobachten, wie der Nebel vom Ozean in die Bay Area zog und die Golden Gate Bridge zu Teilen verhüllte. Aber dies lenkte unsere Blicke auf das Panorama, das sich uns bot. Im Schatten der Golden Gate Bridge verdient auch der Ausblick auf Downtown, die Inseln und die gesamte Bay Area eine ganze Menge Aufmerksamkeit.

IMG_10310 (8)oocatsmmk

Nachdem wir es dann zurück über die Golden Gate Bridge nach Downtown ging, lernten wir das maritime San Francisco kennen. Im Hafenviertel Fisherman’s Wharf schlenderten wir zuerst über den Markt, der den besten Fisch und die besten Meeresfrüchte der Stadt anbietet. Anschließend genossen wir die milde Seeluft bei einem Spaziergang auf der Promenade und kamen nach einigen Minuten am Pier 39 an. Das Pier ist sehr touristisch und voller Geschäfte und Restaurants, aber das eigentliche Aushängeschild sind die dort beheimateten Seelöwen, die  in der Sonne und vor dem Hintergrund der Golden Gate Bridge schlummern. Nachdem wir uns Zeit für die Seelöwen genommen hatten, nahmen wir uns auf dem Rückweg auch noch etwas Zeit, um die berühmte Gefängnisinsel Alcatraz aus der Ferne zu bestaunen.

catscccatsllkkIMG_10315 (28)ooIMG_10315 (23)oo

Cable Cars

Als letztes Highlight unserer Zeit in San Francisco beschlossen meine Freundinnen und ich, nicht ein Taxi zu unserem Hotel zu rufen, sondern eine Fahrt mit dem Cable Car zu wagen. Für 7$ bekommt man ein Ticket und kann sich in der Schlange anstellen, die allerdings immer sehr lang ist und wir eineinhalb Stunden warten mussten. Aber Reisende, die einen Stadtplan haben, können sich auch an einer der ersten Stationen entlang der Linie anstellen und dort zusteigen. So vermeiden sie die Warterei und können trotzdem die ganze Fahrt miterleben. Als unser Cable Car dann aber losfuhr, waren wir uns einig, dass sich das Anstehen gelohnt hatte. Durch die steilen Straßen San Franciscos wurde die Fahrt rasanter als wir gedacht hätten und  es machte unglaublich viel Spaß, die Straßen bei einem stetigen Auf und Ab zu bewundern. Die Fahrt ist also eine gute Möglichkeit, noch mehr von der Stadt zu entdecken.

catsnana


Ohne Frage war meine Zeit in San Francisco wundervoll und ich habe sehr viel von der Stadt gesehen, obwohl die Zeit sehr begrenzt war. Durch unseren Guide Taylor, der ursprünglich aus San Francisco kommt, lernten wir viel über die Stadt und bekamen eine Menge Insidertipps. San Francisco ist außerdem sehr europäisch und der Mythos ist wahr: Durch die Stadt weht ein Hauch von Freiheit.


Gefällt’s dir? Teile es auf

Please follow and like us:

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.