Nachdem ich bereits in Norwegen und Finnland war, stand Schweden als nächstes Ziel auf dem Plan. Und da kam die Aktion von Eurowings – vergünstigte Flüge innerhalb Europas ab 24,95 € sehr gelegen. Übrigens wirbt Eurowings regelmäßig mit diesen Angeboten, also lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Aber nicht nur der Flug ermöglichte mir einen Low Budget-Trip. Zusammen mit einer Buchung für zwei Nächte im Hotel Micro, einem guten Backpacker Hotel, habe ich 150 € bezahlt. Und Stockholm war wirklich einen Besuch wert. Drei Tage eignen sich bestens, um Schwedens Hauptstadt zu erkunden, sofern man sich nur auf einige Museen beschränken möchte. Ansonsten ist ein weiterer Tag von Vorteil.


Tag 1

Meine Freundin und ich landeten um 9 Uhr am Stockholm Arlanda Airport und nach einer 45-minütigen Busfahrt in die Innenstadt begannen wir direkt damit, Stockholm zu erkunden. Hier ist es gut zu erwähnen, dass Stockholm vergleichsweise klein ist und die Entfernungen geringer sind als sie auf der Karte scheinen. So ist es also kein Problem, Stockholm zu Fuß zu entdecken.

Der erste Teil Stockholms, den wir uns ansahen, war die Drottninggatan, die Haupteinkaufsstraße, die Stockholms Gamla Stan (Altstadt) mit dem moderneren Norden verbindet. Je näher wir der Gamla Stan kamen, desto mehr Souvenirshops begegneten wir und merkten dabei direkt, dass Postkarten hier wirklich günstig waren. Wir rechneten die Preise in Euro um, was reguläre Postkarten für gerademal 11 Cent oder 33 Cent ergab. Ratet mal, was wir haufenweise kauften. 🙂

Gamla Stan war beeindruckend und anders als das, was ich erwartet hatte. Mit ihren kleinen Gassen und gelben, orangefarbenen und roten Häusern erinnerte sie mich vielmehr an eine mediterrane Kleinstadt als an eine nordische Hauptstadt.

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Aber es gab auch Plätze wie den zentralen Marktplatz, Stortorget, der den typisch nordischen Charme zurückbrachte. Stortorget ist der älteste Platz in Stockholms historischem Zentrum and bietet eine tolle Möglichkeit, um die gemütliche Atmosphäre der Hauptstadt zu genießen.

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In fast jeder Gasse fanden wir kleine Bars, Restaurants und Pubs, die uns einluden, einzutreten und die Wärme zu genießen. Generell erschien Stockholm uns als eine freundiliche, sogar familiäre Stadt, in der sich Touristen mit Einheimischen vermischten.

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Nachdem wir durch die Gamla Stan gelaufen waren, machten wir am königlichen Schloss halt, das am Rande der Altstadt gelegen ist. Natürlich war es nicht so beeindruckend wie der Drottningholm Palast, die Privatresidenz der schwedischen Königsfamilie. Trotzdem war es spannend, die Wachen beim Auf- und Ablaufen vor den Eingängen zu beobachten. Es konnten geführte Touren gebucht werden, aber wir konnten auch einen kleinen Teil des „kungliga slottet“ umsonst betreten.

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Tag 2

Wir entschieden uns, den nächsten Tag auf der Insel Djurgården östlich der Gamla Stan zu verbringen. Auf Djurgården befinden sich zahlreiche Museen und andere Attraktionen in unmittelbarer Nähe zueinander. Die Djurgården Tram ist der wohl beliebteste und auch schnellste Weg dorthin zu kommen. Wir zahlten umgerechnet 14 € für ein Tagesticket, das gültig ist für U-Bahn, Bus, Straßenbahn und sogar die Fähren.

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Das berühmte und im Jahre 1891 gegründete Freilichtmuseum Skansen ist nicht nur die Hauptattraktion auf Djurgården, sondern ist auch das älteste Freilichtmuseum Schwedens. Es war also selbsterklärend, dass es das erste Ziel auf unserem Tagesplan war. Skansen ist weitläufig und wir verbrachten Stunden damit, das sehr bergige Areal zu erkunden. Man wird hier dazu eingeladen, Dinge auf eigene Faust zu entdecken, die Mitarbeiter und Schauspieler aber waren immer freundlich und hilfsbereit.

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Neben den typisch schwedischen und historischen Gebäuden und kleinen Ortschaften gibt es in Skansen auch einen Zoo, in dem man nordischen Tieren wie Elchen, Rentieren, Wölfen und auch Bären begegnen kann.

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Was mir an Skansen am meisten gefallen hat, ist die Tatsache, dass es wirklich nicht überlaufen war. Wir fühlten uns, als wären wir inmitten einer kleinen schwedischen Siedlung irgendwo im Wald. Skansen ist wirklich ein toller Ort, um in die schwedische Geschichte einzutauchen und an nur einem Tag durch ganz Schweden zu reisen.

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Als wir Skansen verließen, hatten wir noch Zeit für ein weiteres Museum auf Djurgården. Wir entschieden uns dafür, das Vasamuseum zu besuchen, da wir gehört hatten, wie beeindruckend es sein sollte. Aber natürlich gibt es auch eine Reihe anderer Attraktionen, von denen man wählen kann: das ABBA Museum, der Freizeitpark Gröna Lund, das nordische Museum oder das Astrid Lindgren Kindermuseum Junibacken.

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Wir hatten aber bereits eine Entscheidung getroffen und bereuten sie auf keinen Fall. Das Vasamuseum stellt die Vasa, ein 1628 gesunkenes Schiff, zur Schau. Das Schiff wird noch immer restauriert, während Besucher es bestaunen können. Das Museum selbst besteht aus sieben Etagen, von denen sich jede mit einem bestimmten Teil der Geschichte des Schiffs und seiner Crew beschäftigt.

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Tag 3

An unserem letzten Tag liefen wir durch die Straßen der moderneren Teile Stockholms und gingen anschließend zu Stockholms Rathaus, das direkt am Wasser gelegen ist. Das Gebäude selbst war schon ein Blickfang, aber wir hatten von dort auch eine tolle Aussicht auf die Gamla Stan. Allerdings war es super windig und wir konnten der Kälte so nicht lange standhalten.

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Zurück in der Altstadt schützten uns die Gebäude vor dem Wind, sodass wir in aller Ruhe etwas shoppen konnten. Die typischen Souvenirshops waren zahlreich und leuchteten in schwedischem Blau und Gelb. Was unsere Blicke aber wirklich auf sich zog, war ein Süßigkeitengeschäft, das schwedische Süßigkeiten für einen relativ niedrigen Preis verkaufte. Neben Schokoladen und Lakritz gab es dort die gezwirbelten schwedischen spån-Bonbons. Sie sahen nicht nur klasse aus, sondern haben auch fantastisch geschmeckt.

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Nach einem entspannten Shoppingtag, bei dem wir die Atmosphäre der schwedischen Hauptstadt noch einmal einfangen konnten, mussten wir uns auch schon von ihr verabschieden und zum Arlanda Airport zurückkehren. Stockholm ist wunderschön, wenn auch etwas kleiner als ich gedacht hätte. Die Größe ist aber sehr angenehm, da man eben nicht unbedingt auf öffentliche Verkehrsmittel oder Autos angewiesen ist. Auch die Stockholmer sind total freundlich und zusammen mit der gemütlichen Atmosphäre fühlt man sich dadurch mehr als nur willkommen.

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